Dienstag, 30.06.2026 um 18.30 Uhr im Martin-Luther-King-Zentrum e. V.
Illustrierter Vortrag von Georg Meusel über acht Wochen im Red Terror Museum Addis Abeba
Erich Honecker in Äthiopien – Mengistu Haile Mariam in Ost-Berlin. In den 1970er- und 1980er-Jahren unterstützte die DDR im Auftrag der Sowjetunion die kommunistische Diktatur in Äthiopien. Die Stasi schulte die äthiopische Geheimpolizei und belieferte sie mit Waffen. Mengistu ließ Regimegegner, Intellektuelle, Schüler und Studenten foltern und ermorden. Eine halbe Million Menschen fiel dem „Schlächter von Addis Abeba“ zum Opfer. Die Wunden dieses Roten Terrors sind bis heute nicht verheilt.
Georg „Schorsch“ Meusel half Anfang dieses Jahres, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, acht Wochen lang dem Red Terror Museum. Die Einrichtung dient als zentraler Ort des Gedenkens an die Mengistu-Diktatur. Mit einer Fragebogenaktion gewann Meusel dort von Zeitzeugen Erkenntnisse über schwere persönliche Schicksale.
Doch er erlebte auch eine aufstrebende Hauptstadt, in der es zwischen Staubwolken zunehmend grünt und blüht. Wo er nie einen Europäer sah, in den Gassen, wo die einfachen Leute wohnen, an der Straße ihren Kaffee trinken, ihre Kinder zur Schule bringen oder sich in die überfüllte Metro quetschen, traf er auf Leute, die Heiterkeit, Lebensfreude, Stolz und Aufbauwillen ausstrahlen. „Salamno“ – „Friede sei mit dir“ ist der Gruß, mit dem sich die Menschen in dem gewaltgebeutelten Vielvölkerstaat begegnen.
Lassen Sie sich, abseits der Touristenrouten, mitnehmen in diese rätselhafte und faszinierende Bundesrepublik Äthiopien.
Herzliche Einladung! Der Eintritt ist frei.
Um eine Spende zugunsten des Red Terror Museums Addis Abeba wird gebeten.
